Anke Merzbach
Wer die Welt der Bildmacherin betritt, kommt in eine magische Welt der Bilder, in ein Bilder-Theater. Vor ihm öffnet sich ein mythisch-poetischer Spiel-Raum, in dem sich Reales und Surreales begegnet, Traumhaftes und Wirkliches, Alltägliches und Außergewöhnliches, Lyrisches und Tragisches, Vertrautes und Fremdes, Typisches zumal Archetypisches und völlig Individuelles, Wohlgeformtes, und grotesk Verzerrtes, Wunderschönes und Entsetzliches ... um nur auf einige sich gegenüberliegenden Pole hinzuweisen, die dieses wirkungskräftige Spannungsfeld des Dargestellten erzeugen.Die ungeheuere bildnerische Kraft der Künstlerin vermag dieses an sich völlig Widersprüchliche zu einer Einheit des Gegensätzlichen zu verschränken, einer coincidentia oppositorum , einer Begegnung des Dionysischen und des Apollinischen, der Kraft des Elementar-Vitalen mit der Gegenkraft des Formenden und Maßvollen ... oder auch diese Kräfte im heftigen Streit zu lassen, so dass Groteskes und Verzerrtes entsteht.
Amelies Bilder-Theater hat unzählige Türen, eigentlich so viele wie jeder, der diesen magischen Raum betritt, braucht, um in die verborgendsten Winkel seiner eigenen Seele zu gelangen, also dorthin, wo er dem ewig Menschlichen, den archetypischen Wahrheiten begegnet, wo er von seinem eigenen Schatten überrascht wird, in den Bann der Anima bzw. des Animus gezogen wird, oder sogar die Anwesenheit des Alten Weisen oder der Großen Mutter zu spüren bekommt.
Als Besucher dieser Welt müssen wir uns keineswegs all dieser ästhetischen und psychischen Phänomene bewußt sein. Sie wirken auch ohne dieses Wissen, vielleicht dann sogar noch viel stärker. Es gibt aber eine Bedingung, damit sie ihre Wirkung entfalten können: Wir sollten all unsere klischeehaften Denkmußter, unsere Vorurteile, unsere Geschmacksgewohnheiten in der Garderobe ablegen und so um vieles leichter, um vieles authentischer und daher aufnahmefähiger die einzelnen Türen öffnen ... eine nach der anderen, so viele wir brauchen ...
Dr. Klaudia Winiarski, Rokity 2006
Anke Merzbach ist aufgewachsen in Bremen und Offenbach. Nach dem Studium der Pädagogik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main wirkte sie zunächst 20 Jahre als Journalistische Mitarbeiterin an der Herausgabe einer medienpädagogischen Fachzeitschrift mit.
Ab 2004 wandte sie sich komplett der Arbeit als Bildermacherin zu. Dabei inszeniert sie oftmals surreal wirkende Bilder, bei denen das Porträtieren von Menschen im Mittelpunkt steht. Im Unterschied zur lediglich inszenierend-abbildenden Tätigkeit einer Fotografin versteht sie sich als Bildermacherin, für die das Gestalten von Bildern erst durch die Möglichkeiten der elektronischen Bildverarbeitung z.B. mittels Photoshop vollendet wird. Sie zählt zu den surrealistischen Künstlern.
Veröffentlichungen:
Fotoband: "Anke Merzbach - Bildmacherin"
Fotos von Anke Merzbach
Italienisch/Deutsch
mit Interviews
134 Seiten, gebunden
Verlag: maria pacini fazzi editore
(auf Anfrage bei mir erhältlich)
Fotoband: "Weißt du, wie Pfirsiche duften?"
Fotos von Anke Merzbach
Texte von Smuel Seaweed
Verlag: Harubang, Sottrum 2008
Ausstellungen
November 2008 … Halle Leibnitz InstitutApril 2009 … Seravezza (Toskana)
November 2009 … Florenz
Dezember 2009 … Kaldenkirchen
April 2010 … Riomaggiore – Cinqueterre
April 2010 … Tel Aviv - Israel
diverse Veröffentlichungen in Zeitschriften, CD-Cover, Buchtitel
Auszug aus Presseveröffentlichungen